Luang Prabang

Luang Prabang hat neben dem Almosengang vor allem französische Kolonialarchitektur zu bieten. Der französische Einfluss ist allgegenwärtig. Cafés Reihen sich aneinander, die Schriftzüge sind auf laotisch und französisch und man kann in Patisserien und Boulangerien Baguette, Croissant und weitere Gebäcke kaufen. Ein anderer Traveller hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Luang Prabang ist mit seine Schönheit am Mekong und als beliebtestes Reiseziel Laos wie ein Puppenstübchen.

Was lohnt sich noch?

1. Der Nachtmarkt

Jeden Abend wird die Hauptstraße von 17-22Uhr für den Nachtmarkt gesperrt. Dann bauen die Einwohner Stand an Stand und bieten neben gutem Essen auch Produkte aus der Region an. Ein wirklich schöner, ruhiger und authentischer Nachtmarkt, bisher der schönste auf unserer Reise.

2. Wats

Die Wats in Luang Prabang sind ähnlich zahlreich wie in Chiang Mai und so kann es schnell vorkommen dass man eine gewisse Tempelmüdigkeit erlangt. Dennoch lohnt es sich immer Mal wieder einen Blick in das Innere zu werfen. Man wird aufs Neue von der Vielfältigkeit überrascht.

3. Kuang Si Wasserfälle

Diese Wasserfälle beeindrucken durch ihr kristallblaues Wasser. Etwa 40km außerhalb von Luang Prabang (Minivan-Tour 5€ p.P.) erstrecken sie sich über mehrere terrassenförmige Beckenlandschaften inmitten des Urwaldes. Highlight ist der 60Meter hohe Wasserfall am oberen Ende des Treks. Anmerkung: leider sehr touristisch und voll

4. Xieng Men Village

Das ursprüngliche Dorf liegt auf der gegenüberliegenden Mekongseite und zeigt das etwas authentischere laotische Leben. Zu erreichen ist es ganz einfach vom Ufer aus. Die Bootsfahrt kostet 50Cent, dauert 10 Minuten und ist etwas abenteuerlich auf den kleinen Kuttern. Das Dorf selbst vermittelt einen guten Eindruck des einfachen Lebens, auch wenn man die touristische Erschlossenheit anhand von Satellitenschüsseln und gemauerten Hütten erkennt. Ursprünglich leben Laoten in Holzhütten die auf Stelzen gebaut sind. Auch diese findet man hier noch. Tipp: bis hoch zum Tempel wandern und den Ausblick auf den Mekong und LuangPrabang genießen.

Weiterreise nach Laos

Von Chiang Mai ging es zunächst mit dem Bus 4 Stunden nach Chiang Rai in den äußersten Norden von Thailand. Nahe am bekannten Goldenen Dreieck (Ländereck Thailand, Laos und Myanmar) bekannt. Im Anschluss daran stand erstmal Warten auf den nächsten Bus auf dem Programm. Diese Zeit verbrachten wir bei einer leckeren Suppe in der Sonne von Chiang Rai am weniger schönen Busbahnhof. Um 16.30uhr ging es dann mit dem nächsten Bus weitere 4 Stunden über die thailändisch-laotische Freundschaftsbrücke nach Ban Houayxay in Laos. Der Grenzübergang verlief ohne Probleme. Ein ausgefülltes Formular, einmal Ausreisen, einmal Einreisen, Zwei Stempel und 35 Dollar und schon ist man in Laos abgekommen. Eine weitere kurze Sammeltaxi Fahrt mit anderen Backpackern und wir waren nach einem langen Tag im GuestHouse angekommen. Am nächsten Tag ging es dann ans Organisieren der Bootsfahrt über den Mekong nach LuangPrabang. Eine tolle Alternative die Natur vom Mekong aus mitzubekommen und Mal von Bus und Bahn aufs Boot umzuschwenken und zu entschleunigen…

… Am nächsten Morgen joggte ich dann etwa 15 Minuten am Mekong-Ufer entlang um am Peer die Slowboattickets für später zu kaufen. Es war eine willkommene Möglichkeit ein wenig Sport zu treiben denn die Landschaft war schön und das Klima angenehm kühl. Die Tickets bekam ich dann auch fix ohne Probleme und so konnten wir uns noch vor der Bootsfahrt mit Baguettes, Bananen und Wasser ausstatten. Die Slowboote werden mit unglaublich vielen Personen und ebenso vielen Gepäckstücken vollgepackt. Man sitzt auf ausrangierten Autositzen und die Rucksäcke stapeln sich auf einem großen Berg im Innenraum. Es sind auffällig viele Touristen an Bord und nur vereinzelt Laoten oder Thais. Alles ist gut eingespielt und so geht die Fahrt Pünktlich um halb 12 los. Der Motor startet mit lauten Knallgeräuschen und ist beim Laufen und Antrieb unwesentlich weniger laut. Wer jetzt die Sitze weiter hinten im Boot hat bereut es bereits nach den ersten Minuten. Er ist einfach nur ohrenbetäubend laut.

Die Fahrt geht langsam voran aber ein kühler frischer Wind fegt einem durchs Geischt. Mit T-Shirt wäre es jetzt zu kalt und so haben sich alle Passagiere mit dicken Pullis und langen Hosen ausgestattet. Die meisten mit einem Beerlao in der Hand. Die Fahrt führt uns durch grüne Dschungellandschaft. Stilles braunes Wasser führt der Mekong, kaum Stromschnellen, also ein angenehmes langsames und entschleunigendes Gefühl wenn da nicht der laute Motor wäre. Diesen hat man aber nach etwa 1 Stunde ausgeblendet und kann sich an der tollen aber doch wenig abwechslungsreichen Landschaft erfreuen. Vereinzelt fährt man an kleinen Siedlungen vorbei. Die Menschen fischen am Ufer oder waschen ihre Kleidung. Kinder spielen im Wasser und winken uns zu. Vereinzelt sieht man Rinder beim Grasen. Schiffsverkehr gibt es nur wenig und auch die Infrastruktur der wenigen Siedlungen ist schlecht. Man merkt stark, dass Laos ein sehr armes und einfaches Land ist. Dieser Eindruck soll sich später noch bestätigen…

Nach 8 Stunden Fahrt kommen wir mit dem Sonnenuntergang in Pakbeng an. Halbzeit der Strecke und Zeit ein GuestHouse zu suchen. Schon am Peer versuchen dutzende Männer Werbung zu machen und sich gegenseitig im Preis zu unterbieten. Kinder suchen ebenfalls ihre Chance bei unvorsichtigen Touristen. Sie lassen keine Gelegenheit ungenutzt um an Fresstüten und Taschen zu kommen. Eine komische und dreiste Stimmung die herrscht. Wir entfliehen ihr ziemlich rasch und finden am oberen Rand des Dorfes ein nettes GuestHouse mit Blick auf den Mekong. Der Preis der Gleiche wie unten am Peer angeboten und doch hat man ein besseres Gefühl bei der Sache. Nach einem leckeren und ausführlichen Abendessen ging es ins Bett, denn die Fahrt geht am nächsten Morgen um 9uhr weiter…

… Frühstück mit Blick auf badende Elefanten an der gegenüberliegenden Mekong-Seite. Ein zufriedenes Gefühl macht sich breit und Vorfreude auf den zweiten Abschnitt der Strecke und Luangprabang. Das Boot musste gewechselt werden und so verlief das verladen der Gepäckstücke und Menschen wieder wie am Vortag. Chaotisch aber irgendwie funktionierte es. Die Kinder wieder mittendrin auf der Suche nach leichter Beute. Schließlich legen wir etwas verspätet ab und die Fahrt führt uns wieder durch das tiefe grün des laotischen Dschungels. Heute ist es noch kälter und windiger. Die Passagiere haben nun zwei Hosen und Pullis an und frieren richtig. Mit aufsteigender Sonne wird es aber leicht wärmer und man kann nach und nach ein Kleidungsstück ablegen. Um 17.30uhr kamen wir dann endlich in Luangprabang an. Aber nicht im Zentrum sondern 10km weiter vorne damit die Sammeltaxifahrer auch ein Stück vom Kuchen abbekommen. So hieß es den letzten kurzen Teil der Strecke noch zu fahren ehe wir sichtlich erschöpft von den letzten 3 Tagen Reisen in unser GuestHouse einchecken konnten. Dennoch war es eine tolle und abwechslungsreiche Anreise die und große Freude aber auch Nerven bereitet und gekostet hat.

Eine Zugfahrt die ist lustig

Der Nachtzug ist mit die beste Alternative nach Chiang Mai zu kommen. Er kostet ca. 1000Baht. Jeder hat ein eigenes Bett, das frisch bezogen wird. Wenn man den Vorhang zuzieht hat man auch etwas Privatsphäre. Obwohl wir das untere und obere Bett zur Verfügung hatten kuschelten wir uns gemeinsam in eines. Ein romantisches Gefühl bei Zugrattern und den vorbeiziehenden Städtchen zusammen einzuschlafen. Am nächsten Morgen erwachen wir mit dem Blick auf eine grüne Landschaft. Das Bild hat sich komplett geändert. Statt der dreckigen und nicht wirklich schön anzusehenden Häuschen blicken wir nun auf Bananenstauden, Palmen und trinkenden Rindern an Flussufern. Unsere Knochen tun etwas weh von der Nacht aber es ist nur noch weniger als 1 Stunde bis zum Bahnhof. Die 11 Stunden gingen sehr schnell vorbei. Schnell noch Zähne geputzt im wahrlich abenteuerlustigen WC-Bereich und schon können wir uns auf den Ausstieg und Chiang Mai vorbereiten…

Märkte Bangkoks

Tag 2 Bangkok

Bangkok, die Tür zu Südostasien. Eine Stadt mit Garküchen, Märkten, Wats, dem Chayo Praya und der Khao San Road. Die Liste könnte so fortgeführt werden ohne ein Ende zu finden. Sie ist laut und stickig. Der Smog hängt wie eine private Wolke über der Metropole aber wenn man in sie eintaucht dann findet man die interessantesten und schönsten Orte.

Sonntags ist Markttag, egal wo auf der Welt und so ging es zuerst zum TalingChan. Einem Floatingmarket nicht weit vom Herzen Bangkoks. Der Markt bietet den Besuchern allerlei zum Kauf. Zuallererst natürlich ThaiFood, das frisch gekocht vom Boot an die Besucher gereicht wird. Für Unterhaltung sorgen Musiker mit traditioneller Musik oder man schlendert einfach über die Stege und bestaunt das rege Treiben der Händler und Käufer. Dadurch dass er noch so etwas wie ein „Geheimtipp“ ist, hat er seine Authentizität weitestgehend behalten. Viele Thais kommen um das Wochenende mit der Familie zu genießen und zu schlemmen.

Schließlich entschlossen wir uns dazu vom anliegenden Peer eine Klongfahrt zu machen. Die Longtailboote fahren leider mit einem riesen Krach durch die Klongs, da die Motoren alt und schlecht in Schuss sind. Dennoch ist es eine ideale Möglichkeit das Leben einiger Bewohner Bangkoks an den Kanälen kennenzulernen. Ihre Holzhütten liegen direkt am Wasser und sehen teilweise stark mitgenommen aus. Das Leben dort ist schwierig und daher kommt es, dass die Menschen vermehrt in Häuser auf festem Boden ziehen und die typischen Hüttchen verlassen. Dennoch eine gelungene Abwechslung zum Trubel auf dem Markt.

Nachmittags ging die Fahrt mit dem Taxi (mit Taxi-Meter lediglich 2-3€ pro Fahrt) zum Chatuchak-Market. Dem größten Wochenendmarkt Bangkoks. Auf einem Areal von mehreren Fußballfeldern gibt es dort alles zu kaufen was man für Südostasien braucht und darüber hinaus. Die Auswahl ist unbeschreiblich riesig und die verwinkelten Gassen erinnern ein wenig an die Souks in arabischen Ländern. Ein Labyrinth aus Ständen. Sozusagen eine eigene kleine Stadt.

So Märkte machen müde und hungrig. Gut, dass für das leibliche Wohl bestens gesorgt wird. Zum Essen und Trinken braucht man weniger als 10 Schritte gehen und wird überhäuft mit Köstlichkeiten. Ein Tag auf den Märkten Bangkoks, empfehlens -und lohnenswert.

Ayutthaya

Tag 5 Abreise aus Bangkok über Ayutthaya nach Chiang MaiAm frühen Morgen ging es mit dem Zug nach Ayutthaya. Die etwa 2 stündige Fahrt kostet 40Baht und ist damit die günstigste und angenehmste Art um nach Ayutthaya zu kommen. Zuvor hatten wir ebenfalls den Nachtzug am Abend nach Chiang Mai gebucht, den wir abends in Ayutthaya nehmen werden.In Ayutthaya gaben wir unsere Backpacks am Bahnhof ab und leihten uns zwei Fahrräder. Die alte Tempelstadt und einstige Hauptstadt des Königreichs Thailand lässt sich damit am besten erkunden. Breite flache Straßen, nur manchmal mit viel Vekehr, bieten ein schönes und günstiges Gefühl an Freiheit und Ungebundenheit. Es gibt einiges zu besichtigen. Viele große und gut erhaltene Wats ragen aus den grünen Parkanlagen hervor. Wir sehen viele Touristen die ebenfalls auf dem Fahrrad unterwegs sind. Manche entspannen auf den Grünflächen, andere schleppen sich schwerfällig die Stufen der Chedis herauf, es ist heiß und schweißtreibend hier. Aber die Mühe lohnt sich. Der eingewachsene Buddhakopf in einen Baum ist mit das größte Highlight der Stadt. Mystisch und gleichzeitig majestätisch ist er von den Schlingen des Baumes umrankt. Er liegt dort friedlich und gilt für viele als ein beliebtes Fotomotiv. Es wimmelt an allen Ecken nur so von Geschichte. Teils schwer zerstörte aber auch gut erhaltene Buddhastatuen säumen die einstigen prächtigen Mauern. Chedis und Prangs ragen in die Höhe und zeugen von dem einstigen Reichtum und Einfluss der Stadt. Elefanten spazieren gemächlich durch die Straßen (dennoch rate ich davon ab auf ihnen zu reiten, denn sie werden schlecht behandelt und müssen täglich hart arbeiten, es liegt in dieser Form nicht in ihrer Natur).Unser Fazit: Ein tolles Städtchen mit seinem ganz eigenen Flair. Definitiv einen Besuch wert.Am Abend verbringen wir die letzten Stunden am Bahnhof und warten auf unseren Nachtzug, leider mit zwei Stunden Verspätung…

Wat ist denn ein Wat

Tag 3 Bangkok

Heute war Wat (Tempel) Tag. Bangkok bietet neben dem Königspalast vor allem den Wat Pho mit dem mehr als 40meter langen liegenden Buddha als auch den Wat Arun als einmaligen Flusstempel als größte Highlights an. Mit dem Boot (OrangeLine mit 15Baht 4x günstiger als das HopOnHopOff Boot) ging es auf dem ChayoPraya zunächst zum Wat Arun.

Wat Arun

Ein Flusstempel der vor paar Jahren restauriert wurde. Die Witterung und ständige Hochwasser hatten dem Tempel stark zugesetzt. Jetzt erstrahlt er wieder im neuen Glanz und bietet einen majestätischen Anblick direkt am Fluss gelegen. Es ist ganz schön schweißtreibend die Stufen zu erklimmen. Die Mühe ist es aber definitiv wert.

Für 4 Baht ging’s dann auf die gegenüberliegende Uferseite zum Königspalast. Dieser wird schon lange nicht mehr vom König bewohnt, ist aber das Wahrzeichen Bangkoks. Überall glänzen die vergoldeten Chedis in der Sonne und Menschenmassen drängen sich dicht an dicht durch die liebevoll angelegten Gärten. Ein Prunk, den man nur selten auf der Welt sieht. Detailreiche Verzierungen an den Innen -und Außenwänden. Die Dächer gesäumt mit Kranichen. Der Smaragdbuddha als das Heiligtum und Herzstück der Anlage. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Schutz vor der Sonne und den Massen findet man in den vielen offenen Fluren, die mit Malereien und Buddhastatuen geschmückt sind. Ein einmaliges Erlebnis aber sehr kräftezehrend.

Als letzten Tempel an diesem Tag ging es zum WatPho. Berühmt durch seine mehr als 40Meter lange liegende Buddhastatue. Im Inneren drängen sich mal wieder die Massen durch. Jeder auf der Jagd nach dem besten Foto. Schwierig bei dieser Größe, denn den Buddha auf ein Foto zu bekommen geht nur vom Fußende aus. Man kann sich also vorstellen, was das für ein Gedränge ist. Wer möchte, kann für eine kleine Spende einen Münztopf erhalten und in die etwa 40 Messingtöpfe jeweils eine werfen um sein Kharma zu verbessern. So hört man durchgehend das Klirren der Münzen im Tempel. Die anliegenden Chedis sind ebenfalls sehr lohnenswert, da es dort ruhiger und weniger touristisch hergeht. Eine Oase der Ruhe mitten im belebten Bangkok.

KhaoSanRoad

Tag 1 Bangkok

Um 13.00Uhr Ortszeit klingelt der Wecker. In Deutschland ist es jetzt 7Uhr morgens und wahrscheinlich am Schneien. Nicht so bei uns, denn die 35Grad und hohe Luftfeuchtigkeit gepaart mit Jetlag und dem üblichen Schlafkater lassen uns ziemlich wackelig auf den Beinen stehen. Trotzdem raffen wir uns auf um nach draußen zu gehen. Denn wenn wir jetzt weiter schlafen, dann bekommen wir keinen normalen Rhythmus rein. Also zieht es uns, wie jeden Backpacker als erstes zur Khao San Road.

Die nächtliche Ruhe von unserer Ankunft ist verschwunden. Die Straße ist zum Leben erwacht und Touristen schlendern an den vielen Garküchen, Bars und Shops vorbei. Wir setzen uns nach einem ausführlichen ersten Spaziergang in ein schattiges, einfach gehaltenes Restaurant und folgen dem regen Treiben bei PadThai und Reis mit Hühnchen. Die Augen schwer von Anreise und Jetlag. Es zieht uns zurück ins Zimmer um sich nochmal kurz hinzulegen. Denn wir wollen auch bei Abend auf die Khao San Road.

Die Khao San Road am Abend ist unbeschreiblich voll. Alle drängen raus um sich in den vielen Essensständen satt zu essen oder in diversen Bars und Clubs Leute zu treffen. Wirklich viel mit Thais und deren Lebensstil hat es nicht mehr zu tun. Die Musik ist amerikanisch, die Menschen überwiegend Touristen und die speziellen Angebote, wie Lachgasbars, Ping Pong Shows, Skorpione am Stiel, Smoothies, Massagen und vieles mehr kommen sicherlich nicht in dieser Form im alltäglichen Leben der Thailänder vor. Aber die Straße hat schon lange Kultstatus erlangt und dementsprechend viele Einnahmequellen nutzen sie um sich ihr Leben in Bangkok zu verbessern. Es ist einfach eine spezielle Straße, gewöhnungsbedürftig, manchmal wirkt es wie ein großer Karneval ohne Hemmungen aber sie ist definitiv einen Besuch wert und erste Anlaufstelle um seinen Trip in Asien zu beginnen und weiter zu planen.

Chiang Mai at it’s finest

Chiang Mai ist bekannt als die Rose des Nordens. Umgebung von etlichen Nationalparks ist die Stadt die erste Anlaufstelle um den Norden Thailands zu erkunden oder die Weiterreise nach Laos zu planen, wie es in unserem Falle zutrifft.

Die Altstadt umgeben von Kanälen hat eine Fülle an Tempeln zu bieten. Hinter jeder Ecke offenbart sich ein neuer Wat, von dem typischen Gold über Silber bis hin zu Holz sind sie in ihren verschiedensten Ausführen interessant zu besichtigen. Hier kann man aber auch auf den Wochenend -und Nachtmärkten ebenfalls super lecker und günstig essen. So zum Beispiel die Walking Street, die nur Samstags abend stattfindet und ihren Namen der über 1km langen Straße verdankt, die extra für den Markt verkehrsberuhigt wird. Darüber hinaus gibt es etliche Anbieter die Dschungeltreks, Elefantencamps, Rafting und vieles mehr anbieten.

Zu unserem oder sagen wir besser mehr zu Isis Glück konnten wir uns am alljährlichen Blumenfestival Chiang Mais erfreuen. Ein Festival was 1x im Jahr am ersten Februar Wochenende stattfindet um die kalte Jahreszeit zu beenden und die warme einzuläuten. Dazu wird der anliegende Park in der Südwestseite der Altstadt liebevoll mit 30-40 verschiedenen Blumenarten gestaltet. Darüber hinaus gibt es ein Rahmenprogramm, das die Eröffnung und Begrüßung seitens des Gouverneurs von Chiang Mai beinhaltet und die Ehrung der Organisatoren. Was nicht fehlen darf sind traditionelle Tanz -und Musikgruppen und natürlich die Wahl der Miss Flower 2018. Am folgenden Tag gab es noch einen festliche Umzug mit allen ansässigen Schulen und Vereinen. Sozusagen der Blumenkarneval ChiangMais. Ein tolles, authentisches Erlebnis bei dem man viele Thais und deren Gepflogenheiten näher kennen lernen kann.

Chiang Mai ist eine sehr vielseitige und interessante Stadt, in der man locker mehr als eine Woche verbringen kann und wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen hat.

Ein anderes Bangkok

Tag 4 BangkokBangkok ist so vielfältig, dass man es nicht an 4 Tagen sehen kann. Man muss sich also entscheiden, wo für einen selbst die sehenswerten Orte zu finden sind. Wir entschieden uns dazu wieder mit dem Boot zunächst zum FlowerMarket Bangkoks zu fahren. Dort werden überwiegend die Blumengestecke als Opfergabe für Familienschreine oder Tempelbesuche verkauft. Aber es gibt auch einige weitere tolle Blumen und Pflanzenarten zu entdecken. Nebenan findet der Obst und Gemüsemarkt statt und so ist es ein Leichtes sich mit frischen Ananas, Melonen, Mangos, Kokosnüssen und vielem mehr einzudecken. Köstlich!Gestärkt ging es dann weiter Richtung Chinatown. Eine ganz eigene Welt mitten in Bangkoks Zentrum. Die breiten von Verkehr verschlungenen Straßen werden hier von engen vollgepackten Gassen abgelöst. Die Schriftzüge sind chinesisch, die Menschen sprechen chinesisch und das Essen ist chinesisch. Man erkennt den Unterschied darin, dass es so scheint als würde alles verkauft und gegessen werden, was man so im Laufe der letzten Jahrhunderte entdeckt und hergestellt bzw. zubereitet hat. Von buntem Plüschspielzeug bis zu gekochten Seegurken ist alles dabei. Eine abwechslungsreiche kulturelle Erfahrung im südostasiatischen Thailand.Zum Abschluss der Tour besuchten wir den Golden Mount. Ein Aussichtspunkt mit einem goldenen Wat und Chedi am Gipfel. Eine tolle Aussicht über Bangkok und wesentlich günstiger als in einen der Wolkenkratzer. Auch wenn das natürlich auch seinen Reiz hat. Mit dem Blick über Bangkok richtete er sich aber auch gleichermaßen auf die kommenden Tage. Denn die Zeit in Bangkok neigt sich dem Ende. Pulsierend und mitreißend wie diese Metropole ist, sind wir aber auch froh raus zu kommen und durchatmen zu können…

Good Bye Germany

26.1.18 Tag 1

Die Reisevorbereitungen sind getätigt und wir sitzen im roten VW-Bus meines Vaters auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn. Dieser Bus hat so viele Kilometer hinter sich, dass er schon ein halbes Dutzend Mal um die Welt gefahren sein könnte. Viel davon hat er tatsächlich schon gesehen und nun fährt er uns zur ersten Station unserer großen Reise.

Wirklich geschlafen haben wir nicht, denn die Gedanken erlauben keine freie Minute ohne an die Vorbereitungen und alles was da kommt zu denken. Jetzt geht es los und wir lassen Deutschland und all unsere Verpflichtungen hinter uns um weite Teile dieser großen und vielseitigen Welt zu erkunden. 4 Monate Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Singapur, Bali, Neuseeland und Australien. Byebye Germany!

Nach dem Abschied von meinen Eltern am Flughafen checken wir ein und sind gemischter Gefühle. Von Vorfreude über Abenteuerlust bis hin zu Bedenken was alles schief gehen könnte ist alles dabei. Sobald wir in Bangkok ankommen , sagen wir uns, ist das Gefühl verflogen. Das kennen wir bereits.

Neben uns saß ein deutscher Flugbegleiter von AirBerlin (sozusagen im bezahlten Urlaub bis zur Kündigung) und erzählte uns Fakten über die Arbeit in der Luft. Ein Mann der mehr als 1000 Flüge hinter sich hat kann da schon einiges erzählen. Schließlich kamen wir überpünktlich um halb 4 nachts Ortszeit Bangkok an. Schlechte Uhrzeit, denn der Skytrain und Shuttlebus zur Khao San Road verkehren erst ab 6Uhr. Dann muss das Taxi herhalten. Der erste Schritt raus aus dem klimatisierten Flughafengebäude ist wie ein Schlag ins Gesicht. Über 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit wie in der Sauna treiben einem direkt den Schweiß ins Gesicht und lässt das Atmen schwer fallen. Die Taxifahrt zur Khao San Road ist rasant. Wenig Verkehr erlaubt es dem Fahrer zu brettern damit er möglichst schnell die nächsten Mitfahrer einladen kann. Zeit ist Geld in der 8Millionen Metropole.

Auf der Khao San Road, der berühmten Backpackerstraße, die als Tor für alle Rucksacktouristen zur südostasiatischen Welt gilt, ist es wie leer gefegt. Nur einzelne Garküchen verkaufen die Reste vom Abend an die hungrigen Thais die bis eben gearbeitet haben oder die wenigen feierwütigen Touristen. Wir legen den letzten Kilometer zum GuestHouse zu Fuß zurück und begegnen wenigen Mönchen, die den Tag als erste einläuten. Um 6.30Uhr kamen wir am GuestHouse an und wurden mit einem freundlichen Sawadee Khap und einem breiten Lächeln begrüßt. Leider konnten wir das Zimmer erst um 8Uhr beziehen, da die Chefin des Hauses erst dann zur Arbeit kommt. So lauschten wir den vielen Geräuschen. Vogelgezwitscher, Mopedbrummen in der Ferne, Boote mit ihren lauten Motoren. Wir sind angekommen in Bangkok….