Romantisches Hoi An

Hoi An nicht weit von Hue erreichten wir mit dem Bus in etwa 4 Stunden über DaNang.

Hoi An ist ein wunderschönes Städtchen, in erster Linie bekannt für seine vielen bunten Lampions, die den kleinen Sträßchen vor allem in den Abendstunden einen unverwechselbaren Charme verleihen.

Gewohnt haben wir im GreenGarden GuestHouse. Sehr zu empfehlen. Eine süße Familie kümmert sich um das Haus und hilft wo sie kann. Sie sprechen sehr gutes Englisch, was in Vietnam nicht immer selbstverständlich ist, und geben einem ein geborgenes Gefühl. Vor allem die liebevolle Gestaltung des GuestHouse mit Blumen in verschiedenen Arten, gefiel uns sehr gut. Hier haben wir auch unsere CookingClass besucht (siehe anderer Eintrag).

Hoi An selbst ist wie bereits erwähnt ein wunderschönes Städtchen aber auch ebenso touristisch. Hier kann man das Leben genießen und dem Treiben aus einem der vielen Cafés bei einer frischen Kokosnuss oder einem Café zugucken. Die Lampions über einem in einer leichte Brise am baumeln. Die „Grachten“ durchziehen das Stadtbild auf denen kleine Böötchen fahren. Kulturell hat Hoi An viele alte Familienhäuser, chinesische Versammlungshallen und einige Werkstätten zu Keramik und Schneiderkunst zu bieten. Viele von den Häusern können gegen einen Eintritt besucht werden und sie bieten einen interessanten Eindruck in die Geschichte der Stadt. Heute kann man sich bei den vielen Schneidern einen Anzug oder Kleid maßgetreu zuschneidern lassen. Den genauen Preis kennen wir nicht, da es für uns nicht infrage kam mit den Backpacks, aber sicher ist die Qualität und damit das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Denn Schneidern können die Menschen hier wirklich unfassbar gut. Wer dies nicht zu seinem Beruf gemacht hat, ist aber auf jeden Fall in der Lage zu nähen. Die Kunst und Arbeit mit Stoffen ist hier allgegenwärtig. Jeder wächst in gewisser Weise damit auf.

Die japanische Brücke ist ein weiteres Highlight der Altstadt. Sie ist zwar nicht so groß und pompös und versteckt sich fast hinter den Häuserfassaden aber sie ist ein wahrlich hübsches Schmuckstück.

Die Märkte Hoi Ans bieten wie in vielen anderen Städten wieder eine Fülle an Angebot. Meistens auf die Touristen angepasst. So kann man vor allem eines hier kaufen, seinen eigenen Lampion.

Am Abend verwandelt sich dann die Altstadt einmal mehr in ein Freilichtmuseum. Die Straßen und Cafés werden in das Licht der bunten Lampions getränkt. Am Ufer kann man Windlichter in den Kanal schwimmen lassen und zu einem funkelnden Kerzenmeer auf Wasser beitragen. Musik durchbricht immer wieder das Murmeln der Menschenmassen. Andere fahren auf den Booten durch das Kerzenmeer und jeder genießt die romantische Atmosphäre der Stadt. Vor allem zum Vollmond schafft es Hoi An dann dem Ganzen noch eins drauf zu setzen. Denn dann werden die Straßen und Häuser nur von den Lampions und Kerzen angeleuchtet und alle elektrischen Lichter werden ausgeschalter. Zu unserem Glück durften und konnten wir Teil dieses sogenannten Full-Moon-Lantern-Festivals sein. Ein einmaliges und wunderbares Erlebnis.

Tipp: wie so oft lässt sich die Altstadt am Besten auf dem Fahrrad erkunden. Sie ist Auto und größtenteils auch Mopedfrei. Zu Fuß ist es aber auch möglich, da die Wege nicht weit sind und keine Stufen oder Höhen überwunden werden müssen. Das Ticket in die Altstadt mit 5 Eintrittskarten zu den alten Familienhäusern und Versammlungshallen deiner Wahl kostet 120000Dong pro Person und muss als Eintrittskarte zur Altstadt an einem der Checkpoints gekauft werden.

Cooking Class in Hoi An

In Hoi An ging es ans Küchenhandwerk. Gemeinsam mit der Besitzerin unseres GuestHouses und einer jungen Frau aus New York wollten wir uns an einem Tag wie vietnamesische Köche fühlen.

Zunächst ging es um 8 Uhr auf den Morgenmarkt. Auf dem Speiseplan standen einige aufwendige Gerichte, das bedarf auch einem großen Einkauf. Der kleine, von Einheimischen besuchte Markt, bot alles was man für die Frühlingsrollen, Nudelsuppe und Co. braucht. Wie gut dass eine Vietnamesin dabei war, die Sprache und Preise kannte. So konnten wir uns im Hintergrund in Ruhe und ohne den bekannten Marktstress dem Treiben folgen und fungierten mehr oder weniger nur als Packesel und ruhige Beobachter.

Zurück in der Küche ging es zunächst ans Schnibbeln. Knoblauch, Pilze, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Hühnchen, Garnellen mussten alle unter strenger Beobachtung unserer Chefin vorbereitet werden. Wir merkten schnell, dass unter ihrer Regie nichts anbrennen konnte.

Das Anbraten der Zutaten ging dann recht fix. In Vietnam wird viiiiiel mit Sonnenblumenöl gebraten und fritiert. So ist das eben, da muss man wohl oder übel durch. Kleine Frühlingsrollen selbst zu rollen ist da schon eine größere Herausforderung. Die kleinen „Frikadellen“ werden in einen dünnen, papierartigen Rollteig gewickelt. Man muss schon ganz schön geschickt dabei sein aber nach einigen Versuchen hat man den Dreh schnell raus. Anschließend wird das ganze im Öl fritiert. Die Reispfannkuchen werden ähnlich wie normale Pfannkuchen in der Pfanne zubereitet. Ein vorher gemischter Teig wird mit einer großen Kelle reingeschüttet und von beiden Seiten angebraten. Die Herausforderung besteht im Wenden mit den Stäbchen. Das Fischcurry mit den 3 Kartoffelsorten und ordentlich Knoblauch köchelte währendessen vor sich hin. Nebenbei wird der Garnellen/Hühnchen-Salat mit Chilli-Lemongrass Dressing vorbereitet. Den weissen Reis kann man ganz einfach in der Zwischenzeit im Reiskocher köcheln lassen.

Alles in allem haben wir etwa 3 Stunden gemeinsam gekocht. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen und geschmeckt hat es wahnsinnig lecker. selbstverständlich hätten wir das alles ohne die Unterstützung unserer Chefköchin nicht hinbekommen aber ein wenig stolz waren wir dann schon. Das gemeinsame Essen verlief dann sehr stimmungsvoll, nette Gespräche und mit ordentlich Schärfe im Essen. Letztendlich sind war pappsatt vom Tisch aufgestanden und nur noch ins nächste Bett gefallen. Ein wirklich rundum toller Tag mit leckerem Essen, netter Gesellschaft und das ganze für einen fairen Preis.

Die verbotene Stadt und Kaisergräber rund um Hue

Hue gelegen in Zentralvietnam, einstige Hauptstadt des Landes, gehört aufgrund seiner Kaisergräber zum UNESCO Weltkulturerbe, die teilweise innerhalb und außerhalb der Stadt verstreut liegen. Dazu gehört die verbotene Stadt zur interessantesten Sehenswürdigkeit in der Stadt.

Das Klima ist hier immernoch angenehm. 25 Grad, leicht bewölkt, perfekt um entweder mit dem Fahrrad oder einer Rikscha durch die Stadt zu fahren oder, wie wir es gemacht haben, sich einen Roller zu mieten um auch die außerhalb der Stadt liegenden Gräber anfahren zu können. Bis zu 15km weit sind sie weg. Die wichtigsten und spektakulärsten sind das Tu Duc, Minh Manh und Khai Dinh Grab.

Auch wenn die Stätten den Eindruck vermitteln, dass sie schon sehr alt sind, so wie sie in ihren Parks eingebettet pompös und bestens ausgedacht thronen, sind sie gerade mal 3 bis 400 Jahre alt und dienten als Grabstätten einstiger Kaiser des Landes. Heute sind sie ein beliebtes Anlaufziel von Touristen. Und auch uns haben die vielen verschiedenen Anlagen, teilweise in Parks eingebettet sehr gut gefallen. Es ist ein ruhigeres Treiben als in Hanoi, Bangkok oder anderen Destinationen. Man kann hier teilweise alleine und in ungestörter Atmosphäre frische Luft tanken und die Schönheit der Umgebung auf einem Roller erkunden. Wir können es sehr empfehlen!

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Die verbotene Stadt und Kaisergräber rund um Hue

Hue gelegen in Zentralvietnam, einstige Hauptstadt des Landes, gehört aufgrund seiner Kaisergräber zum UNESCO Weltkulturerbe, die teilweise innerhalb und außerhalb der Stadt verstreut liegen. Dazu gehört die verbotene Stadt zur interessantesten Sehenswürdigkeit in der Stadt.Das Klima ist hier immernoch angenehm. 25 Grad, leicht bewölkt, perfekt um entweder mit dem Fahrrad oder einer Rikscha durch die Stadt zu fahren oder, wie wir es gemacht haben, sich einen Roller zu mieten um auch die außerhalb der Stadt liegenden Gräber anfahren zu können. Bis zu 15km weit sind sie weg. Die wichtigsten und spektakulärsten sind das Tu Duc, Minh Manh und Khai Dinh Grab.Auch wenn die Stätten den Eindruck vermitteln, dass sie schon sehr alt sind, so wie sie in ihren Parks eingebettet pompös und bestens ausgedacht thronen, sind sie gerade mal 3 bis 400 Jahre alt und dienten als Grabstätten einstiger Kaiser des Landes. Heute sind sie ein beliebtes Anlaufziel von Touristen. Und auch uns haben die vielen verschiedenen Anlagen, teilweise in Parks eingebettet sehr gut gefallen. Es ist ein ruhigeres Treiben als in Hanoi, Bangkok oder anderen Destinationen. Man kann hier teilweise alleine und in ungestörter Atmosphäre frische Luft tanken und die Schönheit der Umgebung auf einem Roller erkunden. Wir können es sehr empfehlen!

Cat Ba Island und Halong Tour

Die Halong Bucht zählt zu einer der spektakulärsten Naturlandschaften in Südostasien. Hunderte von Kalksteinfelsen ragen aus dem smaragdgrünen Wasser heraus und bilden ein mystisches Bild. An den meisten Tagen drübt Nebel die Sicht aber dies macht es dann umso verwunschener. Voller Sonnenschein ist hier selten. Eine Vietnamesische Saga erzählt von einem Drachen der in die Bucht abstieg und mit seinem Schwanz Furchen in das Land zog, die vom Meer überflutet wurden als er ins Wasser abtauchte.

Unser Weg in die Halong Bucht führte uns zunächst über die Zugstation Long Bien in Hanoi. Der Zug dort fährt knapp 3 Stunden bis Haiphong. Eine Küstenstadt nicht weit von Cat Ba, der größten Insel in der Halong Bucht, entfernt. Von Haiphong aus kann man dann entweder ein Speedboat oder einen Bus/Boot/Bus Trip nehmen um ins Zentrum von Cat Ba Stadt zu kommen. Dies dauert dann nochmal etwa 2 Stunden. Schließlich bezogen wir ein GuestHouse direkt am Peer von BenhBinh. Von dort aus starten die Ausflugsschiffe in die Halong Bucht. Wir haben uns mal wieder für die Selbstorganisation entschieden da wir damit zum einen viel weniger bezahlen müssen und zum anderen nicht an die Spots kommen wo die Touristenmassen durchgefahren werden. Es stellte sich am nächsten Tag heraus, dass das die richtige Entscheidung war. Die meisten Touristen entscheiden sich nämlich für eine organisierte Tour von Hanoi aus. Sie starten dann von Halong Stadt aus und kommen in den Riesenstrom der Touristenboote. Cat Ba hingegen ist einfach ruhiger, gemütlicher aber auch etwas touristisch sodass man genug Infrastruktur hat um Essen und einkaufen zu gehen. Dazu ist der Nationalpark Cat Bas ebenfalls sehr lohnenswert wenn das Wetter mitspielt.

Unsere Tour durch die Halong Bucht startete morgens um 8. Da wir in der Nebensaison sind, ist unser Boot nicht überfüllt. Etwa 25 weitere Backpacker sind mit an Bord gekommen. Wir vertreten heute Länder der halben Welt. Es ist eine angenehme Gruppe, keine Sauftouristen, alle bedacht am Reisen und jeder genießt in Ruhe die ersten Blicke beim Ablegen des Piers auf die in Nebel gehüllten Kalksteinberge.

Das Bild ist noch sehr trüb und grau und trotzdem sind wir begeistert. Immer wieder denken wir an Wadi Rum und vergleichen die beiden Landschaften miteinander. Denn eine gewisse Ähnlichkeit ist schon vorhanden nur dass man das eine eben mit dem SUV im Sand und dieses hier auf einem Boot erkunden kann.

Unsere erste Station führte uns vorbei an schwimmenden Dörfern und nistenden Vögeln an den steilen Hängen der grauen Felsen zum Kayaking in einem stillgelegenen Buchtareal. 1 gute Stunde paddeln durch diese grandiose Landschaft.Unter Höhlen hindurch erblickt man hinter jeder Ecke eine neue Felsenkette. Es ist schon wahnsinnig beeindruckend.

Nach dem Kayaking stand dann erstmal eine Stärkung auf dem Boot an. Es wurde uns ein herrliches Mittagsbuffet frisch zubereitet und man konnte sich mit anderen Travellern über seine Erlebnisse und Pläne austauschen.

Nach der Mittagszeit schipperte das Böötchen dann wieder langsam und gemächlich weiter. Es ist schon ein tolles Gefühl auf Deck die Briese im Gesicht zu spüren, zu entschleunigen und die Ruhe zu genießen. Denn hier sind so gut wie keine anderen Touristenboote unterwegs. Man hört keine Musik, das Boot ist so langsam, dass der Motor so gut wie keine Geräusche macht und nur ab und zu durchbricht ein Greifvogel auf Raubzug die Stille.

Nächste Anlegestelle war ein schöner Spot zum Schwimmen. Da es aber doch recht kalt war und das Wasser umso kälter und wir gerade erst die Erkältung überwunden hatten, entschieden wir uns dazu an Deck zu bleiben. Der Ausflug sollte uns ja noch zu Monkey Island führen.

Auf dieser Insel leben wilde Affen die sich auf die Besucher freuen. Denn diese bringen ihnen Essen mit. Man muss also vorsichtig sein was man so in seinem Rucksack mitführt. Denn die Affen sind ganz schön dreist und reissen dir die Sachen regelrecht aus der Hand. Auch vor Bissen muss man aufpassen, am Besten gibt man ihnen das Essen was man noch dabei hat oder lässt es direkt auf dem Boot. So kann man sich die Tiere aus näherer Distanz ohne Bedenken angucken. Es gibt immer andere Touristen die sie noch füttern werden. Der Strand hier ist gesäumt von Muscheln, Korallenresten und feinem Sand. Wer Lust hat kann auf den Berg steigen und die tolle Aussicht über die Bucht genießen. Dieser gestaltete sich aber recht schwierig, da der Weg über scharfe Felskanten führt. Gute Schuhe und ein gewisses Fitnesslevel sind wichtig. Belohnt wird man aber definitiv mit einer grandiosen Aussicht.

Nach dem Abstieg ging es zurück ins Boot. Der Tag ging schnell vorbei. An den schwimmenden Dörfern vorbei merkt man wie hart das Leben hier sein kann. Eine Existenz auf Wasser. Durch den Tourismus ist das Leben schwieriger geworden , denn die Tier und Pflanzenwelt von der die Einheimischen leben hat sich zurückgezogen und erholt sich nicht schnell genug. Es weichen also immer mehr Menschen aufs Festland aus um ihr Geld dort zu verdienen. Und trotzdem sehen wir noch diese schwimmenden Dörfer, die eine komplett eigene Welt bilden. Wir sehen Satellitenschüsseln, Hunde und Kinder beim Spielen auf Booten und alten Holzplanken. Ein wirklich interessanter Ort der sich uns zeigt. Fernab von den vielen Touristenbooten.

Um 17.00uhr sind wir zurück am Peer, voller Eindrücke und begeistert über diesen Tag. Es hat sich gelohnt die Anreise und Organisation selbst zu übernehmen. Wir haben ein zufriedenes Gefühl, dass wir die Halong Bucht sonst nicht so authentisch erlebt hätten können.

Hanoi Happy New Year

Am 16.02. sind wir von Vientiane nach Hanoi geflogen. Eine Nachtbusfahrt in Laos reicht uns, die nach Hanoi hätte ohnehin 24 Stunden gedauert und da gönnten wir uns doch lieber einen Flug von einer Stunde. Blöd nur dass wir genau am chinesischen Neujahr oder auch Tet genannt fliegen. Denn das ist der wichtigste Feiertag in Vietnam und so gut wie alles liegt brach. Normal ist Hanoi berühmt für sein ständiges Summen und Brummen seiner unzähligen Mopeds in den Straßen. Wir haben keinen Vergleich zu sonst aber wir merken es daran, das wirklich alle Läden, Restaurants und selbst die Straßenküchen geschlossen haben. Unser Transport mit dem Bus vom Flughafen ins Zentrum verlief dennoch reibungslos. An Tet machen die Vietnamesen Ferien. Die meisten fahren aufs Land zu ihren Familien. Für fast alle sind dies die einzigen Tage im Jahr an denen sie Urlaub und frei von der Arbeit haben.

Wir genießen also die „Ruhe“ der Stadt. Irgendwie sind wir aber trotzdem überwältigt von den vielen Mopeds. Allein das Überqueren einer Straße ist beim ersten Mal schon eine Herausforderung.

Das Stadtbild verrät uns auch, dass viele Familien an Tet die wichtigsten Tempel Hanois besichtigen. Wir sind natürlich mittendrin beim Ansturm. Es ist sehr interessant wie schick gekleidet die Vietnamesen Opfergaben in Form von Geld, Essen oder Blumen an den Schreinen niederlegen. Wir merken schnell, es ist wirklich das größte und wichtigste Fest im Jahr. Die Frauen tragen ihre schicksten Kleider, Männer in Anzug und selbst die Kinder sind schick angezogen. Ein tolles Erlebnis Teil dieses Festes sein zu können, sei es nur am Rande. Hinzu kommt, dass überall Pfirsichbäume aufgestellt werden. Sie sind mit unseren Christbäumen zu vergleichen. Die ganze Stadt ist ein großes Familienfest. Familienbilder werden an jeder Ecke geschossen, es wird gelacht und eine gewisse Herzlichkeit liegt in der Luft. Das Jahr 2561 hat in Vietnam begonnen.

In den nächsten Tagen erwacht Hanoi immer mehr. Zwar können die Tet – Ferien bis zu zwei Wochen andauern aber einige gehen schon nach 2 Tagen ihren Geschäften nach. Folglich wird das Summen und Brummen innerhalb Hanois mit jedem Tag mehr und lauter. Die typischen Straßenküchen öffnen wieder und wir setzen uns auf einen der bunten Plastikhocker und schlürfen unsere Nudelsuppe (Pho) und schauen dem Treiben der Vietnamesen zu. Der Verkehr ist sowas wie eine unausgesprochene Attraktion. Es wird alles und jeder auf einem Moped transportiert. Bäume, Leitern, Tiere und 4-5 Leute auf einem Roller sind keine Seltenheit. Ein heiloses Durcheinander, ohne offizielle Verkehrsregeln außer einer, jeder gibt auf sich selbst acht. In Deutschland unmöglich aber hier scheint das System zu funktionieren. Die Hupe dient als Vorfahrtsmerkmal. Sie sind schon wirklich abenteuerlustige aber ebenso hervorragende Fahrer.

Hanoi ist also eine laute, dreckige und volle Stadt. Die vielen Seen und Grünanlagen bringen aber eine angenehme Abwechslung ins Stadtbild. Das meiste Leben am Tag und Abend spielt sich am Hoan Kiem See ab. Der Legende nach lebte einst eine große Schildkröte in dem See. Ein Abbild von ihr ist im Seetempel ausgestellt. So kam auch der Turm der aus dem See herausragt seinen Namen. Schildkrötenturm.

Des weiteren ist mal wieder der Nachtmarkt sehr lohnenswert. Denn in dem Viertel in dem tagsüber die Tausende Mopeds durchrollen wird verkehrsberuhigt und von Ständen und Menschenmassen überflutet. Die Einheimischen treffen sich zum Musizieren, Hacky-sack spielen, Flanieren oder Steinchen Spielen und vielem mehr. Ein reges Treiben.

Hanoi hat so viel interessante Ecken zu bieten, dass man getrost mehrere Wochen dort verbringen kann ohne alles gesehen zu haben. Wir setzten somit Schwerpunkte und geben eine kurze Auflistung unserer 10 lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten neben dem Tet-Event.

1. Ho-Chi-Minh Mausoleum und Museum

2. Literaturtempel

3. Hoa Lo Gefängnis

4. Wasserpuppentheater

5. Thien Thanh Railwaystreet

6. Viertel rund um den Hoan Kiem See

7. St. Joseph Kathedrale

8. Tran Quoc Pagode

9. Straßenküchen mit dem Nationalgericht Pho

10. Verkehr Hanois/Fahrt auf einem Mopedtaxi

Wir haben die Zeit hier sehr genossen. Auch wenn es eine laute, volle und schnelllebige Stadt ist hat sie ihren ganz eigenen Charme. Man muss wirklich Eintauchen und die Stadt zu Fuß erkunden. So gewöhnt man sich immer mehr an den Verkehr und findet die schönen Ecken dieser Stadt.

Vientiane

Die Hauptstadt in der Mitte des Landes und direkt an der thailändischen Grenze gelegen erreichten wir mittels einem VIP Nachtbus. Wobei das VIP keineswegs für very important Person stehen konnte. Geschlafen wurde in Doppelbetten so breit wie ein Einzelbett. Die Matratze so dünn wie eine Campingmatte und wer Pech hatte landete ganz hinten im Bus und musste sich eine etwas breitere Liegefläche mit 5 Personen teilen. Zu unserem Vorteil reisen wir zu zweit und konnten uns ein Bett teilen statt mit einem völlig Fremden zu Kuscheln. Wenn wir nicht noch die Erkältung in den Knochen hätten wäre die 14 stündige Fahrt, bei der es Kurve um Kurve bergauf und wieder bergab ging, ein nettes Abenteuer gewesen. So versuchten wir uns eben irgendwie in das kleine Bett zu zwängen, die nackten fremden Füße links vorm Gesicht am hängen und das Fenster raus in die Dunkelheit des Urwaldes rechts von uns.

Pünktlich zum Sonnenaufgang kamen wir dann in der Busstation an. Eine weitere kurze Taxifahrt zum Guesthouse und wir konnten zunächst den verpassten Schlaf nachholen.

Vientiane selbst ist eine sehr ruhige und gemächliche Hauptstadt im Vergleich zu anderen südostasiatischen Metropolen. Viel zu sehen gibt es auf den ersten Blick nicht. Auch hier ist der französische Hauch an den Fassaden der Häuser und dem Angebot an Backwaren zu erkennen. Sehenswürdigkeiten sind beispielsweise das Pendant zum Arc de Triumph, das Patuxay Gate, der Pha That Luang Tempel, der Chaoanuvong Park und der etwas außerhalb der Stadt gelegene BuddhaPark mit seinen teilweise skurrilen Buddhafiguren. Am Abend lohnt es sich ans Mekong-Ufer zu gehen und den Sonnenuntergang zu gucken. Die Laoten treffen sich dort mit Freunden. Außerdem wird an der Promenade Sport angeboten. So kann jeder der Lust dazu hat für ein kleines Trinkgeld beim Tanzen, Yoga etc. mitmachen und in einer großen Gruppe neue Leute kennen lernen. Es wirkt ein bisschen wie der Venice Beach von Vientiane denn andere fahren Skateboard oder Fahrrad und wiederum andere treffen sich in den relativ runtergekommenen Fitnessparks. Vielleicht ist dann Venice Beach doch etwas hochgegriffen aber es ist eine nette Atmosphäre die ansteckend wirkt. Was sich leider nicht lohnt ist der angrenzende Nachtmarkt. Er bietet im Vergleich zu Luangprabangs nur schlechte Fakeware und wenig Abwechslung beim Essen.

So hat Vientiane aber gerade wegen seiner Ruhe und Gemütlichkeit überzeugt. Auch wenn viele sagen es sei eine langweilige Stadt in der es nichts zu sehen und zu tun gibt, so kann man dort aber wunderbar auftanken und die Weiterreise planen.

Einen Tipp: wir haben zum Erkunden der Stadt ein Fahrrad für 10000Kip den Tag gemietet. Das ist 1€ pro Fahrrad und es erleichtert die Wege enorm. Der Verkehr ist auch nicht ganz so schlimm und man gibt auf dich gegenseitig acht.

Ein Tag bei den Elefanten

Den Sonntag in Chiang Mai verbrachten wir nicht in der Stadt sondern haben eine Tour zum HugElephantSanctuary gebucht.

Zu den Angeboten mit den Elefanten muss man wissen, dass man gut sondieren sollte. Alles was mit Elefantenreiten zu tun hat kann man getrost sein lassen, denn es liegt nicht in ihrer Natur tagtäglich die Touristen im Kreis herum zu spazieren. Glücklicherweise hat sich das Denken der Touristen in den letzten Jahren geändert, hin zum Wohle des Tieres. Das Reiten der Elefanten steht nicht mehr im Fokus sondern das Besuchen und Begleiten der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Ganz ohne Reiten, Kunststücke oder andere für einen Elefanten unnatürlichen Handlungen. So wie wir es in Ayutthaya beispielsweise gesehen haben und die Elefanten abends mit einem LKW abgekarrt werden. Es haben sich glücklicherweise die Anbieter darauf eingestellt und ebenfalls das Wohl des Tieres in ihre Angebotsstruktur miteinbezogen. Man sieht nur noch selten Angebote mit Elefantenreiten in Chiang Mai.

Wir haben uns nach einer ausführlichen Recherche für das HugElephantSanctuary Camp entschieden. 4 Elefanten (3 Kühe, 1Bulle) leben frei in ihrem natürlichen Lebensraum etwa 1 1/2 Stunden entfernt von Chiang Mai. Sie werden von ein paar wenigen Guides begleitet und betreut. Die Elefanten haben in vielen Jahren gemeinsamer Zeit Vertrauen zu ihnen aufbauen können und folgen ihren Anweisungen. Touristen können zwischen einem halben Tag, einem vollen Tag oder 2 und mehr Tagen Zeit mit den Elefanten im Dschungel verbringen. Dabei passen die Menschen sich den Tieren an und nicht umgekehrt. Sie bleiben stets in ihrer natürlichen Umgebung und tun nur das was sie tun möchten und dazu gehört zu 90% des Tages das Fressen. Sie fressen bis zu 300kg am Tag und Wandern dafür manchmal 20km. Neben dem Fressen ist das Baden in Schlamm und Wasser die Lieblingsbeschäftigung der Dickhäuter. Und damit ist eigentlich schon das beschrieben, woran wir teilnehmen durften.

Wir waren eine kleine Gruppe von 5 Personen. Nach einer kurzen Einweisung vom Guide über das Leben der Elefanten ging es los um unsere neuen Freunde begrüßen zu dürfen. Durch eine tolle Dschungellandschaft mussten wir erstmal steil bergauf wandern. Nach 15 Minuten kamen uns dann auch schon die ersten 2 grauen Riesen entgegen. Ganz gemächlich trotteten sie auf uns zu und erschnupperten das Zuckerrohr in unseren Taschen, was uns unser Guide zuvor gegeben hatte. Um eine Beziehung zum Elefanten aufzubauen muss man ihn ein wenig mit Essen bestechen. Nicht lange und schon standen dann 3 Elefanten um uns herum, gierig mit ihren Rüsseln auf der Suche nach dem leckeren und süßen Zuckerrohr. Man hat schon einen riesen großen Respekt vor der Größe und Stärke dieser Tiere aber Angst vermitteln sie einem keineswegs. Denn sie wirken von Beginn an liebevoll, harmlos und vertrauenswürdig. Nach dem ersten gegenseitigen Abtasten und füttern begaben wir uns auf eine einstündige Wanderung steil den Dschungel bergauf. Ziel waren die Bambushaine in denen die grauen Riesen dann ordentlich wüteten und uns garnicht mehr bemerkten. Im Anschluss an das große Fressen stand dann für uns erstmal ein Mittagessen an. Typisch thailändische Küche zum Stärken. Voller Tatendrang ging es dann ans Schlamm Spa. Elefanten genießen es im Schlamm zu spielen und sich so ordentlich schmutzig zu machen. Dabei kommt es auch immer wieder vor, dass er dich von oben bis unten mit einem kurzen Luftstoß aus seinem Rüssel einsaut. Das trübt aber keineswegs die Laune sondern sorgt nur für noch größeres Gelächter und Freude. Es ist toll die dicke, raue Haut mit dem Schlamm zu benetzen und einem Elefanten so nah zu kommen. Man spürt regelrecht die Freude und den Genuss den der Elefant dabei verspürt. Nach etwa 30 Minuten muss man sich dann aber auch baden und das tut man im anliegenden Fluss. Alle Dickhäuter lassen sich liebend gern mit Wasser bespritzen und den Schlamm von der Haut schrubben. Wie eine Riesenbadewanne mit Elefanten statt Quietschentchen. Danach war die Zeit mit unseren Freunden schon vorbei, denn dann wurden sie wieder „frei“ laufen gelassen um zu fressen. Wir hatten dann noch die Gelegenheit im Nahegelegenen Wasserfall den restlichen Schlamm von uns zu waschen ehe es zurück nach Chiang Mai ging. Ein toller Tag, der das bisherige Highlight unserer Reise bildete und uns immer positiv in Erinnerung bleibt…

Chiang Mai at it’s finest

Chiang Mai ist bekannt als die Rose des Nordens. Umgebung von etlichen Nationalparks ist die Stadt die erste Anlaufstelle um den Norden Thailands zu erkunden oder die Weiterreise nach Laos zu planen, wie es in unserem Falle zutrifft.

Die Altstadt umgeben von Kanälen hat eine Fülle an Tempeln zu bieten. Hinter jeder Ecke offenbart sich ein neuer Wat, von dem typischen Gold über Silber bis hin zu Holz sind sie in ihren verschiedensten Ausführen interessant zu besichtigen. Hier kann man aber auch auf den Wochenend -und Nachtmärkten ebenfalls super lecker und günstig essen. So zum Beispiel die Walking Street, die nur Samstags abend stattfindet und ihren Namen der über 1km langen Straße verdankt, die extra für den Markt verkehrsberuhigt wird. Darüber hinaus gibt es etliche Anbieter die Dschungeltreks, Elefantencamps, Rafting und vieles mehr anbieten.

Zu unserem oder sagen wir besser mehr zu Isis Glück konnten wir uns am alljährlichen Blumenfestival Chiang Mais erfreuen. Ein Festival was 1x im Jahr am ersten Februar Wochenende stattfindet um die kalte Jahreszeit zu beenden und die warme einzuläuten. Dazu wird der anliegende Park in der Südwestseite der Altstadt liebevoll mit 30-40 verschiedenen Blumenarten gestaltet. Darüber hinaus gibt es ein Rahmenprogramm, das die Eröffnung und Begrüßung seitens des Gouverneurs von Chiang Mai beinhaltet und die Ehrung der Organisatoren. Was nicht fehlen darf sind traditionelle Tanz -und Musikgruppen und natürlich die Wahl der Miss Flower 2018. Am folgenden Tag gab es noch einen festliche Umzug mit allen ansässigen Schulen und Vereinen. Sozusagen der Blumenkarneval ChiangMais. Ein tolles, authentisches Erlebnis bei dem man viele Thais und deren Gepflogenheiten näher kennen lernen kann.

Chiang Mai ist eine sehr vielseitige und interessante Stadt, in der man locker mehr als eine Woche verbringen kann und wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen hat.

Luang Prabang’s TakBak

Luang Prabang kann als die spirituelle und religiöse Hauptstadt Laos betitelt werden. Hier stehen ähnlich wie in Chiang Mai viele Wats in der Stadt verteilt. Das besondere an der am Mekong-Ufer gelegenen Kleinstadt ist neben dem Einfluss aus der französischen Kolonialzeit vor allem der morgendliche Almosengang, auch TakBak genannt, der buddhistischen Mönche. Jeden Morgen um Viertel vor 6 ertönen die immer lauter werdenden Trommelgeräusche um die Mönche zu wecken und auf ihren Almosengang zu schicken. Bereits am Vortag kochen die gläubigen Bewohner Luangprabangs in erster Linie Klebereis um ihn dann zu verteilen. Aber auch Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch werden den Mönchen in ihre Almosenschalen gelegt. So finden sich die Menschen bereits um 5 Uhr morgens in den wichtigsten Straßen ein um auf dem Boden gekniet oder auf einem kleinen Hocker sitzend die Almosen zu übergeben. Nebenbei wird der ebenfalls allmorgendlich stattfindende Markt aufgebaut. Alles noch in der Dunkelheit der Nacht und vor Sonnenaufgang. Der Almosengang selbst ist eine sehr ruhige Zeremonie. Keiner spricht, die ältesten Mönche gehen vorran, gefolgt von den Mittelalten und die Kleinsten bilden den Abschluss. Alle schwirren aus ihren kleinen Baracken heraus und ziehen in Kleingruppen mit bis zu 10 Mönchen durch die Straßen. Ein tolles Erlebnis in der Dunkelheit LuangPrabangs, wenn da nicht einige dreiste Touristen wären die mit Blitz Fotos schießen. Dies ist strengstens untersagt, wird aber leider von niemandem geahndet. Am allerwenigsten von den buddhistischen Mönchen, sichtlich gestört davon sind sie aber allemal, was man an ihren Gesichtern leicht ablesen kann. Der Hintergrund des Almosenganges ist in der Armut des Landes begründet. Viele Familien schicken ihre Kinder in buddhistische Klöster weil sie kein Geld haben um sie zu ernähren. Im Kloster haben die Mönche keinen Besitz und eine klare Tagesstruktur. Seit Jahrzehnten gehört dazu auch der Almosengang. Dieser ist in ganz Laos verbreitet und sichert den Mönchen die Nahrungsquelle für den Tag. Es ist schön und interessant zu sehen, dass dieses System funktioniert und sich genügend Menschen verantwortlich fühlen Almosen für die Mönche vorzubereiten. Ein einmaliges Erlebnis!