Cooking Class in Hoi An

In Hoi An ging es ans Küchenhandwerk. Gemeinsam mit der Besitzerin unseres GuestHouses und einer jungen Frau aus New York wollten wir uns an einem Tag wie vietnamesische Köche fühlen.

Zunächst ging es um 8 Uhr auf den Morgenmarkt. Auf dem Speiseplan standen einige aufwendige Gerichte, das bedarf auch einem großen Einkauf. Der kleine, von Einheimischen besuchte Markt, bot alles was man für die Frühlingsrollen, Nudelsuppe und Co. braucht. Wie gut dass eine Vietnamesin dabei war, die Sprache und Preise kannte. So konnten wir uns im Hintergrund in Ruhe und ohne den bekannten Marktstress dem Treiben folgen und fungierten mehr oder weniger nur als Packesel und ruhige Beobachter.

Zurück in der Küche ging es zunächst ans Schnibbeln. Knoblauch, Pilze, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Hühnchen, Garnellen mussten alle unter strenger Beobachtung unserer Chefin vorbereitet werden. Wir merkten schnell, dass unter ihrer Regie nichts anbrennen konnte.

Das Anbraten der Zutaten ging dann recht fix. In Vietnam wird viiiiiel mit Sonnenblumenöl gebraten und fritiert. So ist das eben, da muss man wohl oder übel durch. Kleine Frühlingsrollen selbst zu rollen ist da schon eine größere Herausforderung. Die kleinen „Frikadellen“ werden in einen dünnen, papierartigen Rollteig gewickelt. Man muss schon ganz schön geschickt dabei sein aber nach einigen Versuchen hat man den Dreh schnell raus. Anschließend wird das ganze im Öl fritiert. Die Reispfannkuchen werden ähnlich wie normale Pfannkuchen in der Pfanne zubereitet. Ein vorher gemischter Teig wird mit einer großen Kelle reingeschüttet und von beiden Seiten angebraten. Die Herausforderung besteht im Wenden mit den Stäbchen. Das Fischcurry mit den 3 Kartoffelsorten und ordentlich Knoblauch köchelte währendessen vor sich hin. Nebenbei wird der Garnellen/Hühnchen-Salat mit Chilli-Lemongrass Dressing vorbereitet. Den weissen Reis kann man ganz einfach in der Zwischenzeit im Reiskocher köcheln lassen.

Alles in allem haben wir etwa 3 Stunden gemeinsam gekocht. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen und geschmeckt hat es wahnsinnig lecker. selbstverständlich hätten wir das alles ohne die Unterstützung unserer Chefköchin nicht hinbekommen aber ein wenig stolz waren wir dann schon. Das gemeinsame Essen verlief dann sehr stimmungsvoll, nette Gespräche und mit ordentlich Schärfe im Essen. Letztendlich sind war pappsatt vom Tisch aufgestanden und nur noch ins nächste Bett gefallen. Ein wirklich rundum toller Tag mit leckerem Essen, netter Gesellschaft und das ganze für einen fairen Preis.

Schreibe einen Kommentar