Good Bye Germany

26.1.18 Tag 1

Die Reisevorbereitungen sind getätigt und wir sitzen im roten VW-Bus meines Vaters auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn. Dieser Bus hat so viele Kilometer hinter sich, dass er schon ein halbes Dutzend Mal um die Welt gefahren sein könnte. Viel davon hat er tatsächlich schon gesehen und nun fährt er uns zur ersten Station unserer großen Reise.

Wirklich geschlafen haben wir nicht, denn die Gedanken erlauben keine freie Minute ohne an die Vorbereitungen und alles was da kommt zu denken. Jetzt geht es los und wir lassen Deutschland und all unsere Verpflichtungen hinter uns um weite Teile dieser großen und vielseitigen Welt zu erkunden. 4 Monate Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Singapur, Bali, Neuseeland und Australien. Byebye Germany!

Nach dem Abschied von meinen Eltern am Flughafen checken wir ein und sind gemischter Gefühle. Von Vorfreude über Abenteuerlust bis hin zu Bedenken was alles schief gehen könnte ist alles dabei. Sobald wir in Bangkok ankommen , sagen wir uns, ist das Gefühl verflogen. Das kennen wir bereits.

Neben uns saß ein deutscher Flugbegleiter von AirBerlin (sozusagen im bezahlten Urlaub bis zur Kündigung) und erzählte uns Fakten über die Arbeit in der Luft. Ein Mann der mehr als 1000 Flüge hinter sich hat kann da schon einiges erzählen. Schließlich kamen wir überpünktlich um halb 4 nachts Ortszeit Bangkok an. Schlechte Uhrzeit, denn der Skytrain und Shuttlebus zur Khao San Road verkehren erst ab 6Uhr. Dann muss das Taxi herhalten. Der erste Schritt raus aus dem klimatisierten Flughafengebäude ist wie ein Schlag ins Gesicht. Über 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit wie in der Sauna treiben einem direkt den Schweiß ins Gesicht und lässt das Atmen schwer fallen. Die Taxifahrt zur Khao San Road ist rasant. Wenig Verkehr erlaubt es dem Fahrer zu brettern damit er möglichst schnell die nächsten Mitfahrer einladen kann. Zeit ist Geld in der 8Millionen Metropole.

Auf der Khao San Road, der berühmten Backpackerstraße, die als Tor für alle Rucksacktouristen zur südostasiatischen Welt gilt, ist es wie leer gefegt. Nur einzelne Garküchen verkaufen die Reste vom Abend an die hungrigen Thais die bis eben gearbeitet haben oder die wenigen feierwütigen Touristen. Wir legen den letzten Kilometer zum GuestHouse zu Fuß zurück und begegnen wenigen Mönchen, die den Tag als erste einläuten. Um 6.30Uhr kamen wir am GuestHouse an und wurden mit einem freundlichen Sawadee Khap und einem breiten Lächeln begrüßt. Leider konnten wir das Zimmer erst um 8Uhr beziehen, da die Chefin des Hauses erst dann zur Arbeit kommt. So lauschten wir den vielen Geräuschen. Vogelgezwitscher, Mopedbrummen in der Ferne, Boote mit ihren lauten Motoren. Wir sind angekommen in Bangkok….

2 Antworten auf „Good Bye Germany“

  1. Gut geschrieben! Das liest sich sehr persönlich und vermittelt einen guten Eindruck, wie ihr euch fühlt. Danke.
    Hoffentlich gibt es beim nächsten Artikel auch Bilder 🙂 Lg Christian

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