Luang Prabang’s TakBak

Luang Prabang kann als die spirituelle und religiöse Hauptstadt Laos betitelt werden. Hier stehen ähnlich wie in Chiang Mai viele Wats in der Stadt verteilt. Das besondere an der am Mekong-Ufer gelegenen Kleinstadt ist neben dem Einfluss aus der französischen Kolonialzeit vor allem der morgendliche Almosengang, auch TakBak genannt, der buddhistischen Mönche. Jeden Morgen um Viertel vor 6 ertönen die immer lauter werdenden Trommelgeräusche um die Mönche zu wecken und auf ihren Almosengang zu schicken. Bereits am Vortag kochen die gläubigen Bewohner Luangprabangs in erster Linie Klebereis um ihn dann zu verteilen. Aber auch Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch werden den Mönchen in ihre Almosenschalen gelegt. So finden sich die Menschen bereits um 5 Uhr morgens in den wichtigsten Straßen ein um auf dem Boden gekniet oder auf einem kleinen Hocker sitzend die Almosen zu übergeben. Nebenbei wird der ebenfalls allmorgendlich stattfindende Markt aufgebaut. Alles noch in der Dunkelheit der Nacht und vor Sonnenaufgang. Der Almosengang selbst ist eine sehr ruhige Zeremonie. Keiner spricht, die ältesten Mönche gehen vorran, gefolgt von den Mittelalten und die Kleinsten bilden den Abschluss. Alle schwirren aus ihren kleinen Baracken heraus und ziehen in Kleingruppen mit bis zu 10 Mönchen durch die Straßen. Ein tolles Erlebnis in der Dunkelheit LuangPrabangs, wenn da nicht einige dreiste Touristen wären die mit Blitz Fotos schießen. Dies ist strengstens untersagt, wird aber leider von niemandem geahndet. Am allerwenigsten von den buddhistischen Mönchen, sichtlich gestört davon sind sie aber allemal, was man an ihren Gesichtern leicht ablesen kann. Der Hintergrund des Almosenganges ist in der Armut des Landes begründet. Viele Familien schicken ihre Kinder in buddhistische Klöster weil sie kein Geld haben um sie zu ernähren. Im Kloster haben die Mönche keinen Besitz und eine klare Tagesstruktur. Seit Jahrzehnten gehört dazu auch der Almosengang. Dieser ist in ganz Laos verbreitet und sichert den Mönchen die Nahrungsquelle für den Tag. Es ist schön und interessant zu sehen, dass dieses System funktioniert und sich genügend Menschen verantwortlich fühlen Almosen für die Mönche vorzubereiten. Ein einmaliges Erlebnis!

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