Singapur

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Die futuristische mega City Singapur ist Dreh und Angelkreuz für Flüge aus aller Welt. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer hypermordenen Metropole entwickelt. Wir legten hier einen 3 Tages Stop auf dem Weg nach Bali ein.

Was sich unserem Auge bot war ganz anders als die letzten 2 Monate. Statt Dreck, Chaos, Märkten und Straßenküchen prägten Sauberkeit, Ordnung und moderne Wolkenkratzer das Bild. Die Fahrt mit der Metro zu unserem Hostel war schon bestens organisiert. Die Sauberkeit innerhalb der Stationen und Züge war garnicht zu vergleichen mit einer deutschen Metro. Das liegt daran dass überall Essen und Trinken verboten ist und hohe Geldstrafen erteilt werden. So wird konsequent überwacht und das Geschehen gefilmt. Man merkt schnell, dass man in einem Überwachungsstaat angekommen ist.

Das Futuristische zog sich auch in unserem Hostel durch. Geschlafen wird in einem 20er Dorm mit Spacepods. Wir wussten nicht so genau was es darstellt, eine Waschmaschine oder Kühlschrank. Jedenfalls dienen die Spacepods als Bett und sind mit Licht und Strom ausgestattet, manchmal sogar mit einem integrierten Fernseher. Auf jeden Fall eine interessante Hostelerfahrung. Für ein Spacepod für 2 Personen zahlten wir 100€ für 3 Nächte. So bekommt man mal eine Idee wie teuer Singapur ist.

Sauberkeit, gute Organisation, Überwachungsstaat, futuristische Metrople und hypermodern. Zu diesen Stichworten können sich auch hohe Toleranz und Akzeptanz anderer Kulturen und Religionen dazugesinnen. Denn in Singapur gibt es nicht nur Chinatown sondern auch Little India und ArabTown. Alle nah beisammen gelegen und doch eine eigene Welt für sich. Die Religion und kulturellen Bräuche können offen praktiziert werden ohne dass man Bedenken der Unterdrückung haben muss. Jeder findet seinen Platz in dieser Stadt. Von den Hindutempeln, bunten Häusern und indischem Essen in Little India über Falafel und Moscheen in ArabTown bis zur chinesischen Kultur in Chinatown taucht man in diverse Welten ein. Alle haben eines aber gemeinsam: die Sauberkeit.

Nachdem man sich in Little India für günstiges Geld satt gegessen hat fährt man am Besten zur Marina Bay und bestaunt die Skyline, das Espalade Theater, den Clarke Quay und vor allem das Marina Bay Sands Hotel. Ein einzigartiges Bauwerk das als Wahrzeichen von Singapur gilt. Wer hochfahren möchte tut dies am Besten zum Sonnenuntergang und genehmigt sich einen Drink in der Bar. Der Eintritt kostet 20Dollar und kann als ein Gutschein für ein Getränk fungieren. Bezahlt man jedoch den Eintritt für die Plattform zahlt man erstens 4dollar mehr und bekommt zweitens keinen Drink. Die Aussicht ist die gleiche. In jedem Falle ist es ein atemberaubendes Gefühl den höchsten Infinity Pool der Welt gepaart mit dem Blick auf Skyline und Marinabay Lightshow zu genießen. Hier in der Marina bay macht der Gigantismus seinem Namen alle Ehre. Oft denke ich mir, dass sich Architekten hier richtig austoben konnten und voll auf ihre Kosten kommen so vielfältig wie die Malls, Hochhäuser und Straßen gestaltet sind. Ein teurer Shop reiht sich an den nächsten. Die Menschen genießen teuren Kaffee in den klimatisierten Bars. Gesprochen wird übrigens meist in Englisch. Das ist die Handelssprache in Singapur und so wächst jeder bilingual auf.

Die Supertrees im Gardens by the Bay sind ebenfalls ein interessantes Ausflugsziel. Sie dienen als Beispiel wie in Zukunft Landwirtschaft in der vertikalen betrieben werden kann. Sie beherbergen zwar kein Gemüse oder Obst , sind stattdessen gesäumt von Orchideen. jeden Abend findet eine Lightshow statt. Am besten zwischen die Bäume legen. Der Flowerdome und Cloud Forest sind wie zwei moderne Gewächshäuser mit einer unglaublichen Vielfalt an Pflanzen. Die Besucher werden durch verschiedene Vegetationen der Welt geführt. Alles wird mit nachhaltigen Energien betrieben und die Eintrittspreise zum Teil für Projekte zur Erhaltung der Natur genutzt. Definitiv einen Besuch wert.

Wer auf Zoos steht für den lohnt ein Besuch des Singapur Zoos. Man kann alles über deutsche Standards in Zoos vergessen. Dieser ist ganz anders. Die Tiere werden fast überwiegend von natürlichen Barrieren von den Besuchern ferngehalten. So können Affen vor deinem Auge vorbeilaufen, diverse Vogelarten und Fledermäuse fliegen dir über den Kopf hinweg und andere Tiere, wie zum Beispiel der große Panda können aus nächster Nähe bestaunt werden. Es gibt zurzeit 4 verschiedene Zoobereiche. Jeder einzelne kostet Eintritt. Ab 2020 sollen zwei weitere Zoos hinzukommen. Zugeben günstig ist der Eintritt nicht mit jeweils 30dollar für einen Park. Aber was ist in Singapur schon günstig und es lohnt sich definitiv. Die Anfahrt ist ebenfalls problemlos mit Metro und Bus zu bewältigen, nimmt jedoch ca. 1 1/2 Stunden in Anspruch.

Insgesamt ist Singapur eine fortschrittliche und zukunftsweisende Stadt. Die Sauberkeit und hervorragende Organisation machen das Entdecken kinderleicht. Vor allem die hohe Toleranz und das friedliche Zusammenleben vieler Kulturen und Religionen hat uns sehr begeistert. Auch wenn zur Umsetzung der hohen Geldstrafen sehr viele Kameras in öffentlichen Gebäuden eingesetzt werden und man sich wie in einem Überwachungsstaat fühlt ist diese Stadt einen Besuch wert um eine Idee von einer modernen Metropole in Südostasien zu bekommen. Trotz allem wird man dort auch an 3 Tagen Arm und ist froh weiter nach Indonesien zu reisen wo alles doch so viel günstiger ist…

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