Weiterreise nach Laos

Von Chiang Mai ging es zunächst mit dem Bus 4 Stunden nach Chiang Rai in den äußersten Norden von Thailand. Nahe am bekannten Goldenen Dreieck (Ländereck Thailand, Laos und Myanmar) bekannt. Im Anschluss daran stand erstmal Warten auf den nächsten Bus auf dem Programm. Diese Zeit verbrachten wir bei einer leckeren Suppe in der Sonne von Chiang Rai am weniger schönen Busbahnhof. Um 16.30uhr ging es dann mit dem nächsten Bus weitere 4 Stunden über die thailändisch-laotische Freundschaftsbrücke nach Ban Houayxay in Laos. Der Grenzübergang verlief ohne Probleme. Ein ausgefülltes Formular, einmal Ausreisen, einmal Einreisen, Zwei Stempel und 35 Dollar und schon ist man in Laos abgekommen. Eine weitere kurze Sammeltaxi Fahrt mit anderen Backpackern und wir waren nach einem langen Tag im GuestHouse angekommen. Am nächsten Tag ging es dann ans Organisieren der Bootsfahrt über den Mekong nach LuangPrabang. Eine tolle Alternative die Natur vom Mekong aus mitzubekommen und Mal von Bus und Bahn aufs Boot umzuschwenken und zu entschleunigen…

… Am nächsten Morgen joggte ich dann etwa 15 Minuten am Mekong-Ufer entlang um am Peer die Slowboattickets für später zu kaufen. Es war eine willkommene Möglichkeit ein wenig Sport zu treiben denn die Landschaft war schön und das Klima angenehm kühl. Die Tickets bekam ich dann auch fix ohne Probleme und so konnten wir uns noch vor der Bootsfahrt mit Baguettes, Bananen und Wasser ausstatten. Die Slowboote werden mit unglaublich vielen Personen und ebenso vielen Gepäckstücken vollgepackt. Man sitzt auf ausrangierten Autositzen und die Rucksäcke stapeln sich auf einem großen Berg im Innenraum. Es sind auffällig viele Touristen an Bord und nur vereinzelt Laoten oder Thais. Alles ist gut eingespielt und so geht die Fahrt Pünktlich um halb 12 los. Der Motor startet mit lauten Knallgeräuschen und ist beim Laufen und Antrieb unwesentlich weniger laut. Wer jetzt die Sitze weiter hinten im Boot hat bereut es bereits nach den ersten Minuten. Er ist einfach nur ohrenbetäubend laut.

Die Fahrt geht langsam voran aber ein kühler frischer Wind fegt einem durchs Geischt. Mit T-Shirt wäre es jetzt zu kalt und so haben sich alle Passagiere mit dicken Pullis und langen Hosen ausgestattet. Die meisten mit einem Beerlao in der Hand. Die Fahrt führt uns durch grüne Dschungellandschaft. Stilles braunes Wasser führt der Mekong, kaum Stromschnellen, also ein angenehmes langsames und entschleunigendes Gefühl wenn da nicht der laute Motor wäre. Diesen hat man aber nach etwa 1 Stunde ausgeblendet und kann sich an der tollen aber doch wenig abwechslungsreichen Landschaft erfreuen. Vereinzelt fährt man an kleinen Siedlungen vorbei. Die Menschen fischen am Ufer oder waschen ihre Kleidung. Kinder spielen im Wasser und winken uns zu. Vereinzelt sieht man Rinder beim Grasen. Schiffsverkehr gibt es nur wenig und auch die Infrastruktur der wenigen Siedlungen ist schlecht. Man merkt stark, dass Laos ein sehr armes und einfaches Land ist. Dieser Eindruck soll sich später noch bestätigen…

Nach 8 Stunden Fahrt kommen wir mit dem Sonnenuntergang in Pakbeng an. Halbzeit der Strecke und Zeit ein GuestHouse zu suchen. Schon am Peer versuchen dutzende Männer Werbung zu machen und sich gegenseitig im Preis zu unterbieten. Kinder suchen ebenfalls ihre Chance bei unvorsichtigen Touristen. Sie lassen keine Gelegenheit ungenutzt um an Fresstüten und Taschen zu kommen. Eine komische und dreiste Stimmung die herrscht. Wir entfliehen ihr ziemlich rasch und finden am oberen Rand des Dorfes ein nettes GuestHouse mit Blick auf den Mekong. Der Preis der Gleiche wie unten am Peer angeboten und doch hat man ein besseres Gefühl bei der Sache. Nach einem leckeren und ausführlichen Abendessen ging es ins Bett, denn die Fahrt geht am nächsten Morgen um 9uhr weiter…

… Frühstück mit Blick auf badende Elefanten an der gegenüberliegenden Mekong-Seite. Ein zufriedenes Gefühl macht sich breit und Vorfreude auf den zweiten Abschnitt der Strecke und Luangprabang. Das Boot musste gewechselt werden und so verlief das verladen der Gepäckstücke und Menschen wieder wie am Vortag. Chaotisch aber irgendwie funktionierte es. Die Kinder wieder mittendrin auf der Suche nach leichter Beute. Schließlich legen wir etwas verspätet ab und die Fahrt führt uns wieder durch das tiefe grün des laotischen Dschungels. Heute ist es noch kälter und windiger. Die Passagiere haben nun zwei Hosen und Pullis an und frieren richtig. Mit aufsteigender Sonne wird es aber leicht wärmer und man kann nach und nach ein Kleidungsstück ablegen. Um 17.30uhr kamen wir dann endlich in Luangprabang an. Aber nicht im Zentrum sondern 10km weiter vorne damit die Sammeltaxifahrer auch ein Stück vom Kuchen abbekommen. So hieß es den letzten kurzen Teil der Strecke noch zu fahren ehe wir sichtlich erschöpft von den letzten 3 Tagen Reisen in unser GuestHouse einchecken konnten. Dennoch war es eine tolle und abwechslungsreiche Anreise die und große Freude aber auch Nerven bereitet und gekostet hat.

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